Der Kanton Nidwalden - im Herzen der Schweiz
Lage Nidwalden, im Herzen der Schweiz, wird im Norden durch den Vierwaldstättersee, in allen anderen Richtungen durch markante Höhenzüge und Berge begrenzt. Ab Hergiswil über Stansstad, Kehrsiten-Bürgenstock, Ennetbürgen, Buochs und Beckenried misst die Uferzone am Vierwaldstättersee 40 km. Angrenzende Nachbarkantone sind Luzern, Obwalden, Uri, Schwyz und Bern. Es ist flächen- und bevölkerungsmässig noch überschaubar. So scheint es auf den ersten Blick. Nimmt man die elf Nidwaldner Gemeinden, Hauptort ist Stans, unter die Lupe, zeigen sich überraschend markante Unterschiede in Mentalität und Sprache. Die reinen Dialekte aus Buochs oder Emmetten lassen sich für Nidwaldnerinnen und Nidwaldner noch klar unterscheiden. Die Gemeinden haben ihre Eigenständigkeit bewahrt und sie zeigt sich auch in der Politik: Nicht selten kann es zu einem «Kampf» zwischen den Seegemeinden und den Gemeinden des Engelbergertals kommen. Nidwalden liegt "zwische See und heechä Bärge". Die Landschaft Nidwalden beeindruckt durch vielfältige Naturschönheiten. Sonnige Täler, Flussläufe und Seen laden zum Verweilen und Entspannen ein. Auf herrlich angelegten Berg- und Wanderwegen, verbunden durch zahllose grössere und kleinere Bergbahnen, kann Nidwalden am Besten entdeckt werden. Die gute Erschliessung durch die Zentralbahn und die Nationalstrasse A2 macht Nidwalden zu einem begehrten Naherholungsgebiet für Touristen aus Nord und Süd. Sie hat aber auch viele bewogen, in Nidwalden Wohnsitz zu nehmen. Denn die hohe Wohnqualität ist trotz erheblichem Wachstum nach wie vor gewährleistet. Diese erfreuliche Entwicklung des Kantons wird nämlich über die Richtplanung und die Raumplanung in vernünftige Bahnen gelenkt. Die bestehenden Nutzungskonflikte sind zugunsten eines qualitativen Wachstums im Interesse der Erhaltung eines wertvollen Lebens- und Erholungsraumes gelöst. Es gilt, diese Qualität des Lebens- und Erholungsraumes als Kapital für die Zukunft zu erhalten. Politik Nidwalden ist innerhalb des Bundesstaates ein Halbkanton, mit allen Rechten und Pflichten eines Vollkantons, jedoch nur mit einem Vertreter im Ständerat. Seine Stimme zählt im Bundesstaat zwar nur als halbe Stimme, doch schmälert dies die Eigenstaatlichkeit und Souveränität keineswegs. Die überschaubaren Verhältnisse erleichtern die Regierungs- und Verwaltungstätigkeit und ermöglichen noch immer den direkten Kontakt zwischen Bevölkerung und Behörden. Im Parlament mit 60 Sitzen haben die bürgerlichen Parteien Christliche demokratische Volkspartei (CVP) mit 23 Sitzen und die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) mit 18 Sitzen die Mehrheit. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) mit elf Sitzen, die Grünen Nidwalden (GN) mit sieben Sitzen und die Sozialdemokratische Partei (SP) mit einem Sitz komplettieren den Landrat. Der Regierung gehören drei Mitglieder der FDP, zwei Mitglieder der CVP, sowie je ein Vertreter der Grünen Nidwalden und der SVP an.
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